Tarifvertrag uniklinik marburger bund

Diese Erhebung ist die erste nationale Bewertung der Dienstplansysteme und der Arbeitsbelastung in der Geburtshilfe in der Bundesrepublik Deutschland. Ärzte auf allen Ebenen, die in geburtshilflichen Abteilungen arbeiten, nahmen an der Studie teil. Diese Erhebung richtete sich in erster Linie an Ärzte, die sich zu Spezialisten oder in der Weiterbildung ausbilden lassen. Andere Untergruppen wurden ebenfalls einbezogen, aber diese Untergruppen (z. B. Chefärzte) waren sehr klein. Dies bedeutet, dass vor der Verwendung einzelner Erkenntnisse als Grundlage für weitere Beratungen große Vorsicht geboten ist. Dennoch war die Verteilung über alle Arten der stationären Versorgung und über alle Ebenen der medizinischen Ausbildung ausreichend homogen. Mit 437 Befragten entspricht die Anzahl der Teilnehmer an unserer Studie der üblichen Gruppengröße der Kohorten, die in Artikeln über Arbeitsbelastungen für die vergleichende Analyse 16 , 17 , 18 , 19 berichtet werden. Die kleinen Stichprobengrößen bedeuten, dass Eine Verzerrung möglich ist. Die hier vorgestellten Daten zu Dienstplansystemen und Arbeitsbelastungen entsprechen den erwarteten Ergebnissen, die die Studiengruppe des Jungen Forums bei der Gestaltung der Studie erwartet hat, und spiegeln auch die tägliche Erfahrung der Autoren wider.

Die Autoren waren der Ansicht, dass die Zahl der Befragten, die in PNCs der Stufe I arbeiteten, überproportional hoch sei. Ein Grund dafür könnte die Zusammensetzung der Studiengruppe Junges Forum sein; Ein weiterer Grund könnte die Mitgliederstruktur der DGGG als wissenschaftliche Gesellschaft sein, die mehr forschungsorientierte Ärzte anzieht. Dies hätte zu einer negativen Auswahl führen können. Ein personalisierter Umfragecode wurde nicht gesendet. Theoretisch kann daher eine Wiederholungnichtteilnahme nicht ausgeschlossen werden. Eine manuelle Überprüfung der Datensätze ergab jedoch keine doppelten Einträge (> 90% Zustimmung). Die überraschende Feststellung war, dass trotz des zunehmenden Einsatzes elektronischer Zeiterfassungssysteme und Tarifverträge und trotz erheblicher Strafen für die Nichteinhaltung des Arbeitszeitgesetzes (ArbZG) nur 47% (n = 207, n. s. = 121) der Arbeitgeber in der Geburtshilfe systematisch die gesamte geleistete Zeit aufzeichneten (im Vergleich zu 73% im MB Monitor). Eine ordnungsgemäße Erfassung würde es ermöglichen, Änderungen des Personalbedarfs frühzeitig zu erkennen und Anpassungen vorzunehmen.

Dies geht aus den Ergebnissen dieser Studie hervor: Einrichtungen, die zuvor eine Arbeitsplatzanalyse durchgeführt hatten, verfügten deutlich häufiger über Schichtarbeitssysteme. Die vorliegende Umfrage ist die erste bundesweite Erfassung zu Arbeitsformen und Arbeitsbelastung in der Geburtsmedizin in der Bundesrepublik Deutschland. Es haben Ärzte aller Positionen in geburtshilflichen Abteilungen. Primär sollte diese Umfrage Ärzte in Fach- oder Schwerpunktweiterbildung erreichen, doch waren weitere Subgruppen vertreten und dem dem sehr klein (z. B. Chefärzte). Können einzelne Ergebnisse nur mit äußerster Vorsicht als Grundlage weiterführender Überlegungen interpretiert werden.