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In einem Vortrag vom 14. September 2007 beschrieb Dietmar von Reeken die Entstehung eines “Niedersächsischen Bewusstseins” im 19. Jahrhundert, dessen geographische Grundlage zur Erfindung eines territorialen Konstrukts herangezogen wurde: Die daraus resultierenden Heimatvereine und die dazugehörigen Zeitschriften verwendeten routinemäßig die Begriffe “Niedersachsen” oder “Niedersachsen” in ihren Namen. Ende der 1920er Jahre begann im Rahmen der Diskussionen um eine Reichsreform und gefördert durch die wachsende Heimatbewegung ein 25-jähriger Konflikt zwischen “Niedersachsen” und “Westfalen”. Die Befürworter dieses Streits waren Verwaltungsbeamte und Politiker, aber regional fokussierte Wissenschaftler verschiedener Disziplinen sollen die Argumente angeheizt haben. In den 1930er Jahren gab es noch kein echtes Niedersachsen, aber es gab eine Fülle von Institutionen, die sich “Niedersächsisch” genannt hätten. Die Motive und Argumente in den Auseinandersetzungen zwischen “Niedersachsen” und “Westfalen” waren auf beiden Seiten sehr ähnlich: wirtschaftliche Interessen, politische Ziele, kulturelle Interessen und historische Aspekte. [8] Die Festlegung dauerhafter Grenzen zwischen dem späteren Niedersachsen und Westfalen begann im 12. Jahrhundert. 1260 wurden in einem Vertrag zwischen dem Erzbistum Köln und dem Herzogtum Braunschweig-Lüneburg die von den beiden Territorien beanspruchten Gebiete voneinander getrennt. [5] Die Grenze führte entlang der Weser bis zu einem Punkt nördlich von Nienburg. Der nördliche Teil der Weser-Ems-Region wurde unter die Herrschaft Braunschweig-Lüneburg gestellt. Niedersachsen gliedert sich in 37 Landkreise (Landkreise oder einfach Kreise): Ein alternatives Modell, das von Politikern in Oldenburg und Braunschweig vorgeschlagen wurde, sah die Gründung des unabhängigen Bundeslandes Weser-Ems vor, das aus dem Land Oldenburg, der Hansestadt Bremen und den Verwaltungsbezirken Aurich und Osnabrück gebildet werden sollte.

Mehrere Vertreter des Landes Oldenburg forderten sogar die Einbeziehung der hannoverschen Landkreise Diepholz, Syke, Osterholz-Scharmbeck und Wesermünde in das geplante Bundesland Weser-Ems. Ebenso wurde im Südosten ein erweitertes Bundesland Braunschweig vorgeschlagen, das den Regierungsbezirk Hildesheim und den Landkreis Gifhorn umfasst. Wäre dieser Plan in Erfüllung gegangen, hätte das Gebiet des heutigen Niedersachsen aus drei staatengleich großen Staaten bestanden. Niedersachsens Großstädte und Wirtschaftszentren liegen vor allem in den zentralen und südlichen Stadtteilen Hannover, Braunschweig, Osnabrück, Wolfsburg, Salzgitter, Hildesheim und Göttingen. Oldenburg, nahe der Nordwestküste, ist ein weiteres Wirtschaftszentrum. Die Region im Nordosten wird Lüneburger Heide genannt, die größte Heidefläche Deutschlands und im Mittelalter durch Salzbergbau und Salzhandel wohlhabend, sowie in geringerem Maße die Ausbeutung ihrer Torfmoore bis etwa in die 1960er Jahre. Im Norden trennt die Elbe Niedersachsen von Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Die Ufer südlich der Elbe sind als Altes Land bekannt. Aufgrund seines sanften lokalen Klimas und des fruchtbaren Bodens ist es die größte Obstanbaufläche des Staates, deren Hauptprodukte Äpfel sind.